Guinga
Guinga, mit bürgerlichem Namen Carlos Althier de Souza Lemos Escobar, wurde am 10. Juni 1950 in Rio de Janeiro geboren. Mit 13 Jahren brachte er sich selbst das Gitarrespielen bei, um später auch Unterricht zu nehmen; u. a. studierte er 5 Jahre lang klassische Gitarre bei Professor Jodacil Damasceno. Mit 16 Jahren begann er zu komponieren, und mit 17 reichte er sein erstes Lied beim "Festival Internacional da Canção" (Internationales Lieder-Festival) ein. Als Berufsmusiker begleitete er Künstler wie Clara Nunes, Beth Carvalho, Alaíde Costa, Cartola, João Nogueira u.a. 1975 schloss er sein Studium der Zahnmedizin ab und arbeitet seither als Zahnarzt in Rio. Er komponierte auch weiterhin, so dass etliche seiner Lieder von wichtigen Künstlern wie Elis Regina, Fátima Guedes, Michel Legrand, Sérgio Mendes, Leila Pinheiro, Chico Buarque, Clara Nunes und Ivan Lins aufgenommen wurden. Seine Lieder entstanden in Zusammenarbeit mit Paulo César Pinheiro, Aldir Blanc und in jüngster Zeit auch Chico Buarque als Texter.
Ausserdem nahm Leila Pinheiro 1996 das Album "Catavento e Girassol" - ausschließlich mit Liedern von Guinga und Aldir Blanc - auf, und auf dem Album "Brasileiro" (1992) von Sérgio Mendes sind zwei weitere Lieder des Duos zu hören. Mendes schrieb hierzu: "Guinga hat mich zum Weinen gebracht. Es ist, als würde Villa-Lobos auf Cole Porter treffen." Und der Soziologe Herbert de Souza (Betinho) schrieb 1990: "Hier in Rio gibt es Komponisten wie z.B. Guinga, der noch nie eine Platte aufgenommen hat, aber bereits bei vielen guten Leuten einen offenen Mund hinterlassen hat, indem er mit Villa-Lobos und Tom Jobim verglichen wurde." * Hörbeispiele aus der neuesten CD gibt es bei cliquemusic.com.br.
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