Briefe an den Deutschlandfunk zum Thema Verkehrsmeldungen

An den Hörerservice des Deutschlandfunks, 07.09.2009:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Früher hörte ich den DLF immer im Auto, mittlerweile kann ich ihn dank schneller Internetverbindung auch zu Hause hören, was ich auch oft tue.
Schon als Auto-Hörer hat es mich gestört, immer Verkehrsmeldungen aus Regionen hören zu müssen, die hunderte von Kilometern entfenrt und damit völlig uninteressant für mich waren. Wenn ich den DLF zu Hause höre, sind sie total überflüssig und umso nervtötender.

Da der DLF einer der wenigen Sender ist, die - über Antenne - deutschlandweit zu empfangen sind, sollte er aus dem oben dargelegten Grund KEINE Staumeldungen bringen, sondern dies Sendern überlassen, die ein regional begrenztes Sendegebiet haben und damit auch Informationen anbieten können, die für ihre Hörer tatsächlich relevant sind.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Asal

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Antwort vom 08.09.2009:

Sehr geehrter Herr Asal,

vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen zu den "Verkehrsmeldungen" im Programm des Deutschlandfunk.

Der Deutschlandfunk ist der einzige öffentlich-rechtliche Informationssender mit deutschlandweitem Sendeauftrag. Zu seinem Auftrag gehört es, umfassend über die Geschehnisse in der Welt zu berichten. Ergänzend zu den Nachrichten werden deshalb auch Wetterberichte und Verkehrsmeldungen gesendet. Aufgrund des großen Sendegebietes, das sich auf ganz Deutschland erstreckt, können die Meldungen natürlich nicht so detailliert ausfallen, wie bei den lokalen Sendern.
Aus unseren täglichen Hörerkontakten wissen wir, dass viele Autofahrer gern auf unseren Verkehrsservice zurückgreifen. So gut es nur geht versuchen wir einen Mittelweg zu gehen, der auf der einen Seiten die Interessen der Autofahrer berücksichtigt, auf der anderen Seite die Anzahl der Meldungen aber nicht ins Uferlose wachsen lässt. Die Verkehrsnachrichten sind somit für die verantwortliche Redaktion ein ständiges Abwägen und die Kollegen machen es sich dabei gewiss nicht leicht.

Die Meinungsäußerungen unserer Hörer sind uns wichtig und werden beachtet. Ihr Schreiben leiten wir deshalb an die Verantwortlichen im Programm weiter. Allerdings bitten wir um Ihr Verständnis, dass es den Redaktionen aus Zeitgründen nicht immer möglich ist, auf jede Zuschrift detailliert einzugehen.

Bleiben Sie uns auch weiterhin gewogen.

Mit freundlichen Grüßen nach Horb

Udo Schefczik
Hörerservice

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Meine Rückantwort vom 12.09.2009:

Sehr geehrter Herr Schefczik,

Wenn der DLF, wie Sie schreiben, wirklich den Interessen der Hörer gerecht werden will, kann die Konsequenz nur heissen: 1. Ganz auf Verkehrsmeldungen verzichten und 2. kein Verkehrsfunk-Signal mehr senden!

Die Gründe:
1. Verkehrsmeldungen aus ganz Deutschland sind für den allergrößten Teil der Hörer uninteressant, einmal für die zu-Hause-Hörer (wobei Sie sicher besser als ich abschätzen können, wieviele das sind), und dann auch die 80% derjenigen, die gerade nicht in der Region unterwegs sind, aus der die jeweilige Staumeldung stammt.
2. Modernere Autoradios verfügen über die Möglichkeit, automatisch Verkehrsfunk-Meldungen einzublenden und dabei auch auf andere - regionalere - Sender zuzugreifen, wenn der gerade eingestellte Sender keinen Verkehrsfunk anbietet.

Wenn der DLF meine oben formulierte Forderung umsetzt, wird er 100% - anstatt bisher nur 10% - seiner Hörer gerecht.

MfG
Johannes Asal

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An den Intendanten Dr. Willi Steul am 06.11.2009:

Sehr geehrter Dr. Steul,

In den letzten Tagen haben Sie sich wiederholt bei DEN Hörern bedankt, die Rundfunkgebühren zahlen. Sie revanchieren sich bei uns "mit einem guten Programm". Dem kann ich auch zustimmen, aber nicht ganz. Denn leider revanchieren Sie sich bei der überwiegenden Mehrzahl der Hörer mit überflüssigen, weil sinnlosen und deshalb im Halbstundentakt extrem nervenden Verkehrsmeldungen.

Warum sinnlos?
1. Verkehrsmeldungen aus ganz Deutschland sind für den allergrößten Teil der Hörer uninteressant, einmal für die zu-Hause-Hörer (wobei Sie sicher besser als ich abschätzen können, wieviele das sind), und dann auch die 80% derjenigen, die gerade nicht in der Region unterwegs sind, aus der die jeweilige Staumeldung stammt.
Da der DLF einer der wenigen Sender (oder sogar der einzige?) ist, die - über Antenne - deutschlandweit zu empfangen sind, sollte er aus dem oben dargelegten Grund KEINE Staumeldungen bringen, sondern dies Sendern überlassen, die ein regional begrenztes Sendegebiet haben und damit auch Informationen anbieten können, die für ihre Hörer tatsächlich relevant sind.

2. Modernere Autoradios verfügen über die Möglichkeit, automatisch Verkehrsfunk-Meldungen einzublenden und dabei auch auf andere - regionalere - Sender zuzugreifen, wenn der gerade eingestellte Sender keinen Verkehrsfunk anbietet.

Selbst wenn einige wenige Vielfahrer unter den Hörern diesen "Service" gut finden, sollten Sie aus den oben genannten Gründen damit aufhören, Hörer wie mich - und ich bin sicherlich nicht der einzige - zu belästigen mit etwas, das mindestens 90% nicht brauchen!

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Asal

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"Antwort" - leider nicht vom Intendanten, an den mein Brief ausdrücklich gerichtet war_09.11.2009:

Sehr geehrter Herr Asal,

haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben und Ihre kritischen Anmerkungen.

Der Deutschlandfunk ist der einzige öffentlich-rechtliche Informationssender mit deutschlandweitem Sendeauftrag. Zu seinem Auftrag gehört es, umfassend über die Geschehnisse in der Welt zu berichten. Ergänzend zu den Nachrichten werden deshalb auch Wetterberichte und Verkehrsmeldungen gesendet. Aufgrund des großen Sendegebietes, das sich auf ganz Deutschland erstreckt, können die Meldungen natürlich nicht so detailliert ausfallen, wie bei den lokalen Sendern.
Aus unseren täglichen Hörerkontakten wissen wir, dass viele Autofahrer gern auf unseren Verkehrsservice zurückgreifen. So gut es nur geht versuchen wir einen Mittelweg zu gehen, der auf der einen Seiten die Interesse der Autofahrer berücksichtigt, auf der anderen Seite die Anzahl der Meldungen aber nicht ins Uferlose wachsen lässt. Die Verkehrsnachrichten sind somit für die verantwortliche Redaktion ein ständiges Abwägen und die Kollegen machen es sich dabei gewiss nicht leicht.

Die Bewertungen und Anregungen der Hörerinnen und Hörer sind unseren Verantwortlichen im Programm wichtig und werden beachtet. Ihre Nachricht wird deshalb auch direkt an die zuständige Stelle weitergeleitet. Bitte haben Sie Verständnis, dass es den Programmmachern aus Zeitgründen nicht immer möglich ist, auf jeden Standpunkt oder Vorschlag detailliert einzugehen.

Bleiben Sie uns weiterhin gewogen.

Mit freundlichen Grüßen nach Horb

Udo Schefczik
Hörerservice

Deutschlandfunk
Raderberggürtel 40, 50968 Köln

Deutschlandradio Kultur
Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin

Tel. 0221.345 18 31
Fax 0221.345 18 39

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Meine Rückantwort an Herrn Udo Schefczik, Mitarbeiter des DLF, vom 09.11.2009:

Sehr geehrter Herr Schefczik,

Von Ihnen oder einem anderen Mitarbeiter des DLF - gerne auch vom Intendanten, an den mein Schreiben ja eigentlich gerichtet war - hätte ich gerne einmal EIN EINZIGES STICHHALTIGES ARGUMENT, WARUM FÜR HÖCHSTENS 10 % DER ZUHÖRER (also Vielfahrer) VERKEHRSMELDUNGEN GESENDET WERDEN, DIE FÜR 90 % IRRELEVANT SIND!

MfG
J.Asal


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